Die Flächen des ehemaligen RIAS- Geländes sollen vorrangig als Wohnungsbaustandort für ca. 900 Wohnungen durch einen privaten Eigentümer mit Beteiligung einer landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Gewobag entwickelt werden. In die urbane Bebauung entlang des Tempelhofer Weges werden Versorgungseinrichtungen (u.a. Kita, Lebensmittelmarkt, Dienstleitungen) integriert. Weiterhin sollen gewerbliche Büro- und Produktionsflächen zur Verfügung gestellt werden, um die kurzfristige Erweiterung eines benachbarten Gewerbebetriebs aus dem Bereich der Halbleiterindustrie im Plangebiet zu ermöglichen.
Als wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzeptes werden weiterhin private und öffentliche Grün- und Freiflächen, insbesondere für Wiederherstellungsmaßnahmen im zentralen Grünzug, planungsrechtlich gesichert. Zudem südlich der Alfred-Nobel-Schule eine potenzielle Erweiterungsfläche ausgewiesen. In einem waldartigen Freiraum nördlich des Schulgebäudes wird ein öffentlicher Spielplatz angelegt. Innerhalb des Quartiers erfolgt eine Dach- und Fassadenbegrünung sowie die Wiedervernässung von zwei Pfuhlen und die Retention und Versickerung des gesamten Niederschlagswassers im Plangebiet. Das Mobilitätskonzept sieht die Anordnung von Stellplätzen in einer Quartiersgarage bzw. Tiefgarage vor, so dass die Innenbereiche des Wohnquartiers autofrei gestaltet werden können.
Konzeptionelle Grundlagen für die Planung wurden im Rahmen eines Werkstattverfahrens erarbeitet (2020) und in einem anschließenden Abstimmungsprozess überarbeitet und konkretisiert. Bei der weiteren Überarbeitung des städtebaulichen Konzeptes (Tchoban Voss Architekten, Hamburg, Januar 2025) wurden die Anforderungen an Geruchsimmissionen aus umliegenden Anlagen berücksichtigt und der Umgang mit Emissionen aus den angrenzenden bestehenden und geplanten Gewerbebetrieben intensiv im Bebauungsplanverfahren behandelt. Der Abstimmungsprozess hierzu erfolgte mit den beteiligten Senatsverwaltungen und dem Bezirk Neukölln sowie der BSR.